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Und das bin ich...



Wie kommt man zur Leidenschaft "Klöppeln"
Foto von Manuela Beck Schon im Kindesalter hat mich der kreative Umgang mit Textilem sehr beschäftigt.
Beeinflusst durch meine Oma und auch meine Mutter, beide mit umfangreichen Handarbeitskenntnissen, habe ich schon früh verschiedene Techniken rund um Garn und Stoff ausprobiert. Meine Barbiepuppe stand mir da immer gerne Modell und es entstanden manchmal recht gewagte Kreationen.

Eines Tages fiel mir zufällig ein Deckchen meiner Oma in die Hände. Das hat mir unheimlich gut gefallen und ich habe recherchiert, was denn das nun für eine Technik sei. Auf Anraten einer "Kundigen" habe ich mich im Frühjahr 1993 zu meinem ersten Klöppelkurs angemeldet - und dort festgestellt, dass das Deckchen in Occhi gearbeitet war. Ich saß zwar im "falschen" Kurs, aber das Klöppeln hat mir so gut gefallen, dass ich der Sache treu geblieben bin.
Nach diesen ersten Klöppelerfahrungen lernte ich Gisela Wirtz kennen. Sie hat mich immer sehr unterstützt und ich durfte bei ihr sehr viel lernen. Im Laufe der Jahre habe ich noch zahlreiche Kurse besucht und auch viel im Selbststudium erlernt.

Seit 1996 leite ich selbst Kurse bei verschiedenen Volkshochschulen (näheres s. unter "Kurse").
Ich entdeckte die Liebe zu alten Spitzen und begann diese zu sammeln und zu rekonstruieren. Ein paar dieser Rekonstruktionen wurden in der Literatur des deutschen Klöppelverbands auch veröffentlicht.

Bald wollte ich mich nicht mehr damit begnügen Muster nachzuklöppeln. Ich begann, eigene Wege zu gehen und selbst zu entwerfen. Ich arbeite sehr gerne Modernes aus (z. B. Wettbewerbsexponat "Spitze im Quadrat"), meine spezielle Vorliebe gilt jedoch den Klöppelspitzen nach Vorbildern der Natur.

1995 habe ich meinen ersten "eigenen" Schmetterling in Relieftechnik ausgearbeitet. Damals war ich noch sparsam mit den Farben und Details, doch das hat sich schnell geändert.
Im Sommer 2002 entschloss ich mich, ein Buch darüber zu schreiben. Es enthält 12 Schmetterlinge, die alle in der Natur tatsächlich vorkommen. Kurz zuvor hatte ich mir eine neue Kamera gekauft und damit waren schon zahlreiche recht interessante (vor allem Natur-) Aufnahmen entstanden.
Ich versuchte meine textilen Schmetterlinge in die Natur zu integrieren und es entstanden wunderschöne Bilder für das Buch.